- Vorwort
- Stellung
des Lehrlings im Betrieb
- Betriebliche
Ausbildung
- Schulische
Ausbildung
- Vorbereitung
Lehrabschlussprüfung
- Nachwort,
Perspektiven
1. Druckerlehre bei der Firma Rueff
Die Firma
Rueff bildet sie zum perfekten Drucker aus. Ziel ist es in einer 3-jährigen dualen
Ausbildung das Lehrbild des Druckers mit der Möglichkeit ihrer persönlichen Entfaltung
zu erreichen.
Die Ausbildung
besteht in der fachlichen und persönlichen Unterstützung der Firma Rueff um das Lehrziel
des Stoffdruckers zu erreichen, sowie in der schulischen, theoretischen Ausbildung.
Unser Ziel ist es
sie sowohl persönlich wie auch theoretisch auf die Lehrabschlussprüfung vorzubereiten
und sie zu einer kompetenten Persönlichkeit auszubilden, der sowohl dem Führungsanspruch
eines Vorgesetzten gerecht wird, wie auch die dazugehörige Fachkompetenz zu entwickeln.
Nach dem erfolgreichen Schulabschluss werden sie von uns auf die Lehrabschlussprüfung
hingeführt und nach deren Ablegung selbstverständlich in ein Angestelltenverhältnis
übernommen. Wir würden uns freuen, wenn wir ihr Interesse geweckt haben. Für eine
weitere Kontaktaufnahme stehen wir gerne zur Verfügung.
2. Stellung des Lehrlings im Betrieb
Der Lehrling ist
direkt dem jeweiligen Abteilungsleiter unterstellt. Er ist für seine Ausbildung, die
Einhaltung der gesetzlichen und aller Jugendschutzbestimmungen zuständig. Die
Überwachung obliegt dem Betriebsleiter. Die Ausbildung obliegt einem Ausbildner, der für
alle betrieblichen, schulischen und organisatorischen Fragen zuständig ist. Weiters ist
der Ausbildner für alle Anfragen von außen, sei es von Eltern oder Schule, zuständig.
Der Ausbildner ist direkt der Geschäftsleitung verantwortlich.
Der Lehrling ist
seinem direkten Vorgesetzten weisungsgebunden soweit es im Rahmen der Bestimmungen
liegt. Beschwerden, Unzulänglichkeiten und Anfragen sind direkt an den Ausbildner bzw. an
die Betriebsleitung zu richten. Der Betriebsleiter ist für den korrekten Ablauf des
Ausbildungsplanes verantwortlich.
Das Lehrziel der
einzelnen Abschnitte muss erreicht werden, wobei der Vorrang auf Erreichen gelegt werden
muss. Es soll ohne Druck erfolgen und der zeitliche Ablauf muss nur im Rahmen der 3 Jahre
eingehalten werden, da die Probleme der Umstellung und jugendlicher Entwicklung mit
berücksichtigt werden müssen.
Für den Fall des
nicht Erreichens der schulischen Ausbildung wird von seiten der Firma Rueff dafür Sorge
getragen, dass die notwendigen Schritte zur Unterstützung getroffen werden. Diese können
im Nachhilfeunterricht innerbetrieblich oder in Form von Förderunterricht der Schule
bestehen.
3. Stoffdrucker Betrieblicher Ausbildungsplan
(3-jährig)
1. Lehrjahr:
Grundlagen der textilen und organisatorischen Struktur
- Erstes Halbjahr
Farbküche
- Grundlage Druckfarben
- Ansetzen von
Verdickungen
- Vorbereitung
Arbeitsgerät
- Wägetechnik
- Rechnungsarten
- Einwaagetechniken
- Farbansatz
- Rezeptursystem
- Lesen von
Arbeitsvorschriften
- Lesen von technischen
Merkblättern
- Sicherheitsunterweisung
- Sicherheitsdatenblätter
- Umgang mit
Chemikalien
- Lagerhaltung
- Übernahme von
Anlieferungen
- Technische
Unterweisungen
- Zweites Halbjahr
Farbkontrolle
- Organisatorische
Abwicklung
- Textiltechnik -
Waren/Druckseiten
- Warenkunde
- Qualitäten
- Grundlagen
Drucktechnik
- Farbtechnik
- Dämpfarten
- Praktische
Dämpftechnik
- Unterweisung in
Ausrüstarten
- Waschtechnik
- Praktische
Durchführung der Drucknachwäsche
- Trocknungsarten
- Dokumentation
- Sicherheitstechnische
Unterweisung im Umgang mit Dämpfern
- Sicherheitstechnische
Unterweisung im Umgang mit Waschchemikalien
- Dokumentation
Ausbildungsziel:
Das Ausbildungsprogramm des ersten Lehrjahres ist erreicht, wenn der betriebliche
Ablauf in vollem Umfang durchgeführt werden kann, da die Farbvorkontrolle dem
Produktionsablauf voll entspricht.
2. Lehrjahr
Durchführung von Musterdrucken
- Erstes Halbjahr
- Warenvorbereitung
- Farbenvorbereitung
- Schablonenvorbereitung
- Umgang mit
Druckschablonen
- Sicherheitstechnischer
Umgang mit Druckmaschinen
- Vorbereitung des
Arbeitsgerätes
- Umgang mit
Arbeitsvorschriften
- Reinigung von Rakeln
- Reingen von
Schablonen
- Einpassen von
Druckmustern
- Kontrolle von
Druckvorgängen
- Zweites Halbjahr
(Führung einer Musterdruckmaschine)
- Lesen von Laufkarten
- Lesen von
Arbeitsvorschriften
- Selbständiges
Bedienen einer Musterdruckmaschine
- Umgang mit Rechner
gestützten Maschinen
- Sicherheitstechnik an
den Druckmaschinen
- Sicherheitstechnischer
Umgang mit Druckschablonen
- Einstellen einer
Druckmaschine
- Selbständiges
Drucken
- Einpassen
- Umgang mit
Druckvorlagen
- Abmustern
- Einstellen eines
Druckmusters
- Koordination des
Druckablaufes
- Führen von
Maschinenberichten
- Führung von
Rezepturen
- Kontrolle von
Druckausfällen
Ausbildungsziel:
Das Ausbildungsziel des zweiten Lehrjahres ist erreicht, wenn sowohl der
Maschinenumgang wie die Durchführung eines Musterdruckes vollumfänglich durchgeführt
werden kann.
3. Lehrjahr
Perfektionierung der Drucktechnik und Überführung zum Rotationsdruck auf
Produktionsmaschinen. Erlernen von Flachdrucken und Durchführung von Flachdrucken.
- Erstes Halbjahr:
- Perfektionierung der
Drucktechnik Musterdruck
- Selbständiges
Führen einer Druckmaschine im Musterdruck
- Personalführung
- Ablauftechnik
- Organisationstechnik
- Produktionssteuerung
- Einhaltung von
Druckplänen
- Führen von
Produktionsberichten
- Zweites Halbjahr:
- Überführung
Produktionsmaschine
- Vorbereiten einer
Produktionsmaschine
- Lesen Laufkarte
- Vorbereitung der
Schablonen
- Vorbereitung der
Farben
- Drucktechnik
- Sicherheit auf der
Produktionsmaschine
- Leitung einer
Druckschicht
- Farbabmusterung an
der Maschine
Ausbildungsziel:
Das Ausbildungsziel des dritten Lehrjahres ist erreicht, wenn ein Produktionsauftrag
vollständig selbständig durchgeführt werden kann.
Nach Abschluss des
dritten Lehrjahres wird der Lehrling auf die Lehrabschlussprüfung vorbereitet. Erfolgt
durch den Lehrlingsausbildner.
4. Schulische Ausbildung
Stoffdrucker / in
Auszüge aus der Ausbildungsverordnung - 3 Jahre Lehrzeit
| Pos. |
1. Lehrjahr |
2. Lehrjahr |
3. Lehrjahr |
| 1 |
Handhaben und Instandhalten der
zu verwendenden Werkzeuge, Einrichtungen und Arbeitsbehelfe |
Handhaben,
Einstellen, Überwachen und Instandhalten der Maschinen und Einrichtungen |
| 2 |
Kenntnis der Werk-
und Hilfsstoffe, ihrer Eigenschaften, Verwendungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten |
| 3 |
|
Grundkenntnisse der Gravur und
der Schablonenherstellung |
|
| 4 |
|
|
Grundkenntnisse der
Warenvorbehandlung (Bleicherei, Färberei) und der Druckereivorbereitung |
| 5 |
Erkennen und
Beseitigen von Fehlern |
| 6 |
|
Kenntnis der
Wrikungsweise und Anwendung der einschlägigen Farbstoffe, Chemikalien und
Verdickungsmittel, ihrer Handhabung und Lagerung |
| 7 |
|
Drucknachbehandlung
(Dämpfung, Waschen, Trocknen) |
| 8 |
|
Kenntnis textiler
Flächengebilde und ihrer drucktechnischen Eigenschaften |
| 9 |
|
|
Kenntnis der Farbstoffklassen |
| 10 |
|
Anwendung von Direktdruck- und
Ätzverfahren einschließlich Fixierung |
|
| 11 |
|
Drucken einfacher
niedrigfarbiger Dessins |
Drucken hochfarbiger Dessins |
| 12 |
|
|
Zubereiten von Verdickungen und
Druckfarben nach vorhandener Rezeptur |
| 13 |
Grundkenntnisse der
sich aus dem Lehrvertrag ergebenden Verpflichtungen (§§ 9 und 10
Berufsausbildungsgesetz) |
| 14 |
Kenntnis der
einschlägigen Sicherheitsvorschriften sowie der sonstigen in Betracht kommenden
Vorschriften zum Schutze des Lebens und der Gesundheit |
| 15 |
Grundkenntnisse der
aushangpflichtigen arbeitsrechtlichen Vorschriften |
Die angeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sind dem
Lehrling spätestens in dem jeweils angegebenen Lehrjahr beginnend derart zu vermitteln,
dass sie nach einer Einführung erweitert und vertieft und schließlich in der
betrieblichen Praxis zur Anwendung gebracht werden.
Asugabe 06/97 - Stoffdrucker / in
5. Vorbereitung Lehrabschlussprüfung
Die Lehrabschlussprüfung
besteht aus 3 Teilen
1. Praktische
Prüfung an der Druckmaschine
2. Farbänderung
3. Fachgespräch
Vorbereitung auf
die Lehrabschlussprüfung:
- Theorie der
Drucktechnik
- Grundlagen der
Rezepturen
- Praktische und
theoretische Erstellung von Repepturen
- Theorie der
Schablonen im Flach- und Rotationsdruck
- Schablonenerzeugung
- Farbtechnik
- Farbtheorie
- Grundlagen
Vorbehandlung
- Grundlagen der
Nachbehandlung (Ausrüstung)
- Fehlererkennung
- Fehlerbekämpfung
- Sicherheitstechnik
- Kostensteuerung
- Vortragegrundlagen
- Rhetorische
Gestaltung
- Berechnungen von
Druckfarben
- Farbänderung
6. Nachwort
Der Beruf des
Textildruckers ist ein Fachberuf der die Möglichkeiten zur Weiterbildung gibt.
Sei es als Grundlage
für die berufliche Weiterbildung zum Industriemeister, mit der Perspektive zum
Schichtleiter, Abteilungsleiter oder eine weitere schulische Ausbildung aufzusteigen.
Die erfolgreich
abgelegte Lehre als Stoffdrucker bietet gleichzeitig die Möglichkeit einer weiteren
schulischen Ausbildung. Sei es durch den Besuch einer Fachschule oder einer höheren
technischen Lehranstalt. Bei Nachholung der Matura steht auch dem Weg zum Hochschulstudium
offen.
Die Firma Rueff
bildet seit über 25 Jahren Lehrlinge aus und übernimmt nach abgeschlossener Lehre jeden
Lehrling in ein fixes Angestelltenverhältnis. |